Neue Mittelschule - Basis für inklusive und begabungsfördernde Unterrichtspraxis

 

Das Modell der Neuen Mittelschule setzt auf einen gezielten, gewollten und positiven Umgang mit Heterogenität und schließt somit alle Schülerinnen und Schüler in den gemeinsamen Unterricht ein. Mit dem Entwurf eines neuen Lehrplans für die Mittelschule, der mit dem Schuljahr 2012/2013 den Lehrplan der Hauptschule ersetzt, wurden die landesweit unterschiedlichen Konzepte und Modelle auf eine einheitliche rechtliche Grundlage gestellt. Durch strukturelle Veränderungen in der Schulorganisation und eine Neuorientierung im pädagogischen Verständnis wurde der Grundstein für eine inklusive und begabungsfördernde Unterrichtspraxis gelegt.

 

Allgemeine Richtlinien der Neuen Mittelschule 

In den Richtlinien der Neuen Mittelschule wird die Einzigartigkeit eines jeden Kindes hervorgehoben. Persönlichkeit und Lernvoraussetzungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler sollen in den Mittelpunkt gerückt werden. Die verschiedensten Fähigkeiten und Talente werden auf unterschiedliche Weise gefördert. Durch Methodenvielfalt und abwechslungsreiche Lernangebote wird die Neue Mittelschule den unterschiedlichen Begabungen und Interessen sowie den Stärken und Schwächen aller Kinder gerecht. Ziel der Neuen Mittelschule ist es, jedes einzelne Kind und dessen individuelle Fähigkeiten und Talente durch Innere Differenzierung und Individualisierung zu fördern. Durch neue, kooperative und offene Unterrichtsformen, praxisorientierten, forschenden sowie themenzentrierten Unterricht, fächerübergreifendes, projektorientiertes und selbsttätiges Lernen, sowie durch das Angebot von Förderkursen und individuellen Förderprogrammen soll die Individualisierung des Unterrichts forciert werden. (Vgl. BGBl. I, Nr. 26/2008)

Zudem kann durch das Bereitstellen von zusätzlichen Lehrerstunden in den Unterrichtsgegenständen Deutsch, Mathematik und Englisch gezielt auf die verschiedenen Lern-, Entwicklungs- und Sozialisationsvoraussetzungen der einzelnen Schülerinnen und Schüler eingegangen werden. (Vgl. Landesschulrat Vorarlberg 2009)

 

Direktorin Ulrike Mersnik